BJV Griesbach/Rottal
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- Veröffentlicht am Samstag, 01. Januar 2011 00:00
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Herzliches willkommen im schönen Rottal
Der Landkreis Griesbach im Rottal, amtlich Landkreis Griesbach i. Rottal, gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Niederbayern.
Bis zu seiner Auflösung hatte der Landkreis (Kfz-Kennzeichen GRI) 34 Gemeinden. Die größten Orte waren Griesbach, Rotthlmünster, Birnbach und Ruhstorf. Das Landratsamt befand sich in Schloss Griesbach.
Am 1. Juli 1972 wurden die Landkreise Griesbach im Rottal und Wegscheid sowie viele Gemeinden aus dem Landkreis Vilshofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern dem Landkreis Passau zugeordnet. Die Stadt Passau selbst blieb kreisfrei.
Die Gemeinden Birnbach (heute Bad Birnbach) und Bayerbach wurden dem Landkreis Rottal-Inn zugeschlagen.
Die BJV-Kreisgruppe Griesbach/Rottal hat jedoch ihre Selbständigkeit erhalten und zählt ca. 43.000 Hektar.
Das Gebiet unserer Kreisgruppe war und ist immer noch eine der niederwildreichsten Regionen Niederbayerns. Bedingt durch landwirtschaftliche Strukturreformen, den Fremdenverkehr und starke Beanspruchung der Natur durch Freizeitaktiviäten sind die Strecken deutlich zurückgegangen, wenngleich der Niederwildbesatz auch heute noch Gesellschaftsjagden erlaubt.
Hochwild kommt nicht vor, bis auf Schwarzwild, das sich besonders in den vergangenen Jahren immer mehr ausbreitete. Rehwild ist in allen Revieren Standwild.
Da der Waldanteil regional sehr verschieden ist und im Wesentlichen aus den Staatsforsten "Grafenwald", "Steinkart" und "Riedenburger Wald" besteht, gibt es im Altlandkreis Griesbach mehr typische Feldreviere als Waldreviere. Der Waldanteil beträgt im Durchschnitt nur 17 Prozent.
Ein besonderer Stellenwert am Inn und an der Rott kommt der Wasserjagd zu. Im Bereich des Unteren Inn ist ein großes Vogeschutzreservat als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In diesem Naturschutzgebiet nisten und rasten seltendste Vogel- und Wasserwildarten. Dieses Gebiet als "Europäisches Vogelreservat" zu bezeichnen wird der Artenvielfalt am Unteren Inn durchaus gerecht.
In unserer Jagdheimat, in der die Kurorte Bad Füssing und Bad Griesbach liegen, führen die Auswirkungen des Fremdenverkehrs immer wieder zu Konzessionen bei der praktischen Jagdausübung und Hegearbeit. Allein Bad Füssing verzeichnet als größtes Bad Europas über 3 Millionen Übernachtungen, woraus unschwer deutlich wird, dass es im Kontakt der Jägerschaft mit Spaziergängern, Walkern, Reitern und Erholungssuchenden unbedingt erforderlich ist, die berechtigten gegenseitigen Interessen zu akzeptieren.
Rund um Griesbach entstand eines der größten Golfzentren Europas mit zahlreichen Golfplätzen sowie einer
Golfschule. Erfreulicherweise haben die Betreiber dieser Anlagen bis zu 50 Prozent Ausgleichsflächen geschaffen, die von Golfern nicht betreten werden dürfen, so dass im Nebeneinander alternativer Bodennutzung und naturschutzrelevanter Belange bisher keine Probleme aufgetreten sind.
Die Kreisgruppe Griesbach, die seit Wiedergründung der bayerischen Jägerorganisation, dem Bayerischen Jagdverband angehört, zählt heute ca. 320 Mitglieder und ist 6 Hegegemeinschaften eingeteilt. Zwei Bläsergruppen pflegen das jagdliche Brauchtum und sind fester Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit geworden. Äußerst erfolgreiche Jägerausbildungslehrgänge sogen für qualifizierten Nachwuchs.
Aufzeichnungen der Kammer der Finanzen - Forstabteilung bei der Regierung von Niederbayern belegen, dass die Kreisgruppe Griesbach unter dem Namen "Jagdschutzverein Griesbach-Rotthalmünster“ bereits 1892 14 Mitglieder verzeichnete, die Gründung dürfte nach alten Unterlagen auf das Jahr 1884 zurückgehen.
(c), R. Zwicklbauer, Dr. J. Mangold


